Coaching – der Traumjob

Super, wenn du es hierhin geschafft hast, dann hat dich die Überschrift des Blogs offensichtlich zum „Einschalten“ bewegt oder vielleicht gibt es auch einen ganz anderen Grund dafür, dass du diese Zeilen liest. Was auch immer dich hierzu bewegt, möchte ich mich dafür ganz herzlich bedanken und bin sehr interessiert, was dich letztlich wirklich dazu bewegt hat und inwieweit deine Erwartungen am Ende erfüllt worden sind. Aber dazu später…

„Wenn du dich nicht bewegst, bewegt sich nichts“

Dieser Satz war Gegenstand meines ersten Postings in dieser Woche. Es war kein Zufall, diesen Satz gewählt zu haben. Das Thema beschäftigt mich sehr. Natürlich möchte ich euch an dieser Stelle gerne vor all den Slogans wie „Veränderung startet bei dir“, „Du bist deines Glückes Schmied“ oder „Wenn du nur willst, kannst du alles erreichen“, verschonen. Wenn man möchte, liest man sie jeden Tag und manchmal auch, wenn man es nicht möchte. 

Doch, mal ganz ehrlich, wenn sich etwas bewegen soll, dann naja, dann kannst du das machen oder dein Umfeld macht es. Wie immer kannst du entscheiden, was dir lieber ist. Entweder bist du die Veränderung oder Teil davon, oder beides – egal was davon, die Hauptsache ist: Du bleibst in Bewegung. Bevor du dich nun fragst, „warum schreibt er das?“, „wann kommt er zum Punkt?“ und wie passt das alles zur Überschrift?“, hier kommt die Brücke. 😊

Purpose-Personal-Coaching-1-supyou

Wie finde ich meinen Purpose? Was will ich wirklich?

Aufbauend zu dem letzten Thema meines Blogs, empfinde ich auch beim Thema „Purpose“ eine gewisse Häufigkeit. Es gibt viele Bücher darüber und Menschen, die sich damit beschäftigen, ihren eigenen zu finden oder anderen dabei zu
helfen. Dabei scheiterte ich schon daran zu verstehen, was das Wort Purpose bedeutet, als ich es das erste Mal hörte. Damals, bei einem Workshop zu Führungsprinzipien in einem Hotel in Gelsenkirchen. 

Auf leo.org fand ich ein paar Antworten, allerdings überraschender Weise nicht mehr als wörtliche Übersetzungen. „Zweck“, „Absicht“, und „Ziel“. Mit „Ziel“ konnte ich etwas anfangen, doch was bedeutet es dann, wenn in einem Satz „Purpose and clear deliverables“ genannt werden? Ziel und klare Ergebnisse? Na hoffentlich ist das Ziel ein klares Ergebnis? Kurzum, ich verstand nicht, was wirklich damit gemeint ist, wenn über Purpose gesprochen wird. Für mich war es nur eines dieser „Buzzwords“! Ein Wort, bei dem man meinen, könnte es, sei erfunden worden, allein um darüber zu sprechen. Blöderweise hatte ich mich nie öffentlich dazu geäußert, war ich doch derjenige, der anderen erzählen sollte, warum es so wichtig ist, einen Purpose zu haben.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich damals etwas vertreten sollte, von dem
ich zwar nicht verstand, was es wirklich ist – bei dem ich allerdings heute sagen
darf, dass es – damals wie heute – etwas ganz wesentliches im Leben eines
Menschen sein kann!
Darauf bin ich gekommen, als mir während eines Workshops zum Thema „Agiles Arbeiten“ ein Teilnehmer sagte, dass es ja schön wäre, hier zusammen zu sitzen und über agile Arbeitsweisen zu sprechen. Allerdings habe er noch nicht verstanden, warum er nun agiler arbeiten solle, ihm fehle die Motivation – bislang habe es doch auch immer funktioniert. 

Meine natürliche Reaktion war, okay, hier wird mir gerade mein Leben als Moderator schwer gemacht. Erst mein zweiter Gedanke war zielführender und sagte, „wenn Menschen das Warum für eine Sache nicht bekannt ist, fehlt ihnen
natürlicherweise die Motivation, etwas zu tun.“ Im Zweifel machen sie dann Dinge, weil es ihnen jemand sagt, oder weil es einfach alle machen.

Seit diesem Moment habe ich zumindest meine Bedeutung von Purpose gleich gesetzt mit den Worten „Warum“ und „Motivation“. Natürlich ist das nur meine Version beziehungsweise meine Perspektive der „Wahrheit“.

Mein Weg zum Purpose

Hautnah durfte ich die Wirkung davon in einem Coaching vergangenen Sonntag erleben – ich war selbst Teilnehmer und das Thema war: „Wie kann ich meine freiberufliche Tätigkeit kontinuierlich mit gleicher Energie vorantreiben?“ Als
meine Gesprächspartnerin mir in diesem Zusammenhang sagte: „Wir versuchen mal die 5x Warum Methode“, musste ich grinsen. Endlich mal nicht diese Methode im eigenen Business-Kontext anzuwenden, sondern selbst Ziel des
Vorgangs zu sein, gefiel mir. Ihr könnt euch vielleicht ein bisschen vorstellen, wie das Ganze funktionieren soll. Zu einem gegebenen Thema wird gefragt, warum etwas so ist bzw. sein soll und die Frage „Warum“ wird dabei immer wiederholt – dabei ist es das Ziel an das ursprüngliche „Warum“ oder die ursprüngliche Motivation für eine Sache zu gelangen. In der Zukunft wisst ihr also, was ihr machen könnt, wenn euch jemand sagt, er oder sie sei Schalke Fan. Einfach
immer wieder „Warum“ fragen, irgendwann versteht es dann vielleicht ein Außenstehender. 😊
In meinem konkreten Fall am vergangenen Sonntag war es so:

Die Atmosphäre während des Gespräches kann ich leider nicht in Worte fassen, allerdings war es nahezu magisch, wenn man herausfindet, was die eigentliche Motivation für eine Sache ist. Wenn ich zukünftig in ein Motivationsloch komme,
werde ich mich gerne daran erinnern, warum ich das alles mache – möglicherweise klingt das an der einen oder anderen Stelle etwas egoistisch. Jedoch empfinde ich durch meine erreichte persönliche Zufriedenheit einen
wunderbaren Weg anderen Menschen zu helfen und andersherum. Das wiederum gibt mir einen persönlichen Lebens-Purpose. 

Als Ergebnis würde ich nicht sagen, dass „Purpose“ nur eine Erfindung von Motivationsrednern ist. Vielmehr ist es etwas, dass grundsätzlich helfen kann etwas mehr über den eigenen Antrieb, Dinge zu tun, zu erfahren.

Was ist deine Motivation bestimmte Dinge zu tun? Wie gehst du der Sache auf den Grund und findest, was dich wirklich motiviert? Was ist es, dass dich in deinem Leben antreibt? Schreib es in die Kommentare oder sende mir eine E-Mail. Ich freue mich auf deine Antwort!